Passkeys: Schluss mit „Sommer2023!“ — aber wie?
Microsoft, Apple und Google unterstützen Passkeys inzwischen flächendeckend. Anmelden per Fingerabdruck oder Gesicht statt Passwort — sicherer und für viele Nutzer angenehmer.
Passkeys sind im Grunde digitale Schlüssel, die auf dem Gerät gespeichert werden — Handy, Laptop, Sicherheitsschlüssel. Beim Anmelden bestätigen Sie mit Fingerabdruck, PIN oder Gesichtserkennung. Kein Passwort, das abgefangen oder erraten werden kann. Phishing-Seiten, die wie Outlook aussehen, können den Schlüssel nicht einfach abgreifen — anders als bei klassischen Passwörtern.
Was sich für Mitarbeitende ändert
Statt Passwort eingeben und SMS-Code abtippen reicht oft ein Tipp auf „Mit Passkey anmelden“. Wer das Handy wechselt, muss den Passkey übertragen — ähnlich wie bei WhatsApp-Backup. Das braucht einmalige Erklärung, danach weniger Support-Anrufe wegen vergessener Passwörter.
Was wir in KMU empfehlen
- Microsoft 365 zuerst: Passkeys für Entra ID (Azure AD) aktivieren, wenn Geräte modern sind
- Nicht alles auf einmal: Pilot mit IT-affinen Nutzern, dann ausweiten
- Fallback behalten: MFA und Notfall-Konten für den Fall, dass das Handy weg ist
- Gemeinsame Konten vermeiden: Passkeys sind persönlich — geteilte Logins bleiben ein Problem
Passkey ist kein Ersatz für alles
Alte Software ohne moderne Anmeldung, lokale Admin-Konten am PC und der Router im Keller nutzen weiter Passwörter. Passkeys sind ein wichtiger Baustein — neben MFA, getrennten Admin-Konten und sauberem Offboarding.
Wir richten Microsoft-365-Zugänge so ein, dass Sicherheit und Alltag zusammenpassen — ohne dass jeder Nutzer Technik studieren muss.