Infrastruktur

Proxmox statt VMware: Wann eine Migration Sinn macht.

Lizenzmodelle ändern sich, Kosten steigen — viele Betriebe fragen uns, ob Proxmox eine echte Alternative ist oder nur ein Sparprojekt.

· Benjamin Raulf, BR-Systems

Die Diskussion ist nicht neu, aber sie ist konkreter geworden: Was kostet der Betrieb der nächsten Jahre, und wer hilft, wenn etwas klemmt? Proxmox VE ist Open Source, wird aktiv weiterentwickelt und lässt sich mit Enterprise-Support betreiben. Trotzdem ist „einfach umziehen“ selten die richtige Beschreibung.

Wann es passt

Typische Kandidaten: ein bis drei Hosts, überschaubare VM-Landschaft, keine exotischen VMware-Features im Tagesgeschäft, Wunsch nach transparenter Kostenstruktur und Backup über Proxmox Backup Server oder etablierte Tools. Wer vor allem Standard-VMs betreibt — Domaincontroller, Dateiserver, ERP — kommt oft gut zurecht.

Wann Vorsicht nötig ist

Komplexe Storage-Integration, alte Hardware ohne IOMMU, Windows-Cluster mit speziellen Anforderungen oder „wir haben seit zehn Jahren niemanden, der das dokumentiert hat“ — dann ist Migration ein Projekt mit Risiko, kein Wochenend-Hobby. Erst Bestand aufnehmen, Abhängigkeiten zeichnen, Testmigration mit einer unkritischen VM.

Was wir in Projekten machen

Bei BR-Systems gehören dazu: Inventar, Migrationsplan mit Wartungsfenster, PBS oder gleichwertiges Backup, Monitoring danach. Unser Whitepaper Sicher zu Proxmox migrieren fasst Risiken und Vorgehen zusammen. Details zu Betrieb und Migration stehen auf Proxmox Private Cloud und Software & VM-Migration.

Proxmox ist keine Religion — es ist eine Option. Sinnvoll wird sie, wenn Kosten, Betrieb und Kompetenz zusammenpassen. Ein ehrliches Gespräch vorher spart teure Korrekturen danach.

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