Modernisierung

Windows 10: Der Support endet — Ihr Fahrplan vor dem Oktober.

Microsoft stellt kostenlose Sicherheitsupdates für Windows 10 am 14. Oktober 2025 ein. Was das konkret heißt und welche Optionen KMU haben.

· Benjamin Raulf, BR-Systems

Noch ein paar Wochen, dann ist es soweit: Ab dem 14. Oktober 2025 liefert Microsoft keine kostenlosen Sicherheitsupdates mehr für Windows 10. Der PC startet weiter, Office läuft weiter — aber neue Sicherheitslücken werden nicht mehr geschlossen. Mit der Zeit wird das ein Risiko, vergleichbar mit einem Auto ohne TÜV: Es fährt noch, Sie würden es nur nicht mehr uneingeschränkt einsetzen wollen.

Was passiert ab Oktober konkret?

Ihre Rechner schalten sich nicht ab und Windows 10 wird nicht gelöscht. Es kommen nur keine regulären Patch-Tuesday-Updates mehr. Antiviren-Software hilft begrenzt, wenn das Betriebssystem selbst Lücken hat. Für Unternehmen mit Compliance-Anforderungen (ISO, Lieferanten-Audits, Versicherungen) wird „Windows 10 ohne Support“ schnell zum Thema.

Drei Wege, die wir in KMU sehen

1. Upgrade auf Windows 11 — wenn die Hardware die Mindestanforderungen erfüllt (TPM 2.0, kompatibler Prozessor). Für viele Business-PCs ab ca. 2018–2020 ist das möglich. Wir prüfen das vorab per Inventar, nicht Rechner für Rechner per Hand.

2. Neuer oder refurbished PC — wenn das Gerät zu alt ist oder die Leistung ohnehin knapp wurde. Oft lohnt sich dann ein geprüftes Business-Gerät statt teurem Einzel-Upgrade — siehe auch unseren Beitrag zu Refurbished Hardware.

3. Extended Security Updates (ESU) — Microsoft bietet kostenpflichtige Weiterversorgung mit Sicherheitsupdates für Windows 10 an (über CSP-Partner buchbar). Das ist eine Übergangslösung für Software, die nur unter Windows 10 läuft, oder wenn ein Rollout mehr Zeit braucht. ESU kostet pro Gerät und Jahr — wir rechnen das im Vergleich zu Hardware-Ersatz durch.

Nicht alles auf einmal

Sinnvoll ist eine Liste: Welcher PC, welches Alter, welche Software, welcher Nutzer? Priorität haben Geräte mit Admin-Rechten, Buchhaltung, Geschäftsführung und alle, die von außen erreichbar sind. Pilot mit zwei bis drei Rechnern, dann ausrollen — in Wartungsfenstern, mit Backup vorher.

Im Ratgeber liegt unser Whitepaper Windows 10 End of Support mit Checkliste und Zeitplan — zum Mitnehmen ins Teammeeting.

Wenn der Oktober näher rückt und die Liste noch offen ist: Lieber jetzt anrufen als im November unter Zeitdruck migrieren. Wir helfen bei Bestand, Plan und Umsetzung — aus Unterlüß, auch remote.

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