Hybride Cloud: Nicht entweder-oder — sondern bewusst mischen.
Viele KMU landen 2026 weder komplett bei Microsoft noch vollständig auf Open Source. Hybrid ist oft die ehrlichste Antwort — wenn man sie plant statt zufällig entstehen zu lässt.
„Alles in die Cloud“ oder „alles selbst hosten“ — die Debatte verengt den Blick. In der Praxis arbeiten die meisten Betriebe, mit denen wir sprechen, hybrid: Outlook und Teams aus Microsoft 365, Konstruktionsdateien auf dem Server im Büro, Kundenportal bei einem deutschen Hoster, Backup auf Tape oder in der Private Cloud.
Was „hybrid“ konkret heißen kann
- M365 für Kollaboration: Mail, Kalender, Office — weil es dort am besten funktioniert
- Nextcloud für sensible Daten: Projekte, Verträge, Bauakten unter eigener Kontrolle
- On-Premise für Spezialsoftware: ERP, CAD, Branchenlösung — solange nötig
- Private Cloud für Skalierung: Server-Workloads in Hannover, Zugriff per VPN
Warum Hybrid kein Flickwerk sein muss
Problematisch wird es, wenn Hybrid zufällig gewachsen ist: drei Passwort-Welten, niemand weiß, wo die aktuelle Datei liegt, Backup deckt nur die Hälfte ab. Eine Cloud-Strategie — auch für KMU mit 20 Nutzern — klärt mindestens:
Welche Datenklasse liegt wo? Wer administriert was? Wie melden sich Nutzer an (idealerweise einheitlich mit MFA)? Wo laufen Backups und Restore-Tests?
Schrittweise statt Revolution
2025 haben viele noch Windows-10-Fahrpläne und Souveränitätsdebatten parallel geschoben. 2026 ist ein guter Zeitpunkt, die Architektur einmal auf eine Seite zu bringen — nicht alles umzubauen, sondern zu dokumentieren und die nächsten zwei Projekte bewusst einzuordnen.
Passende Vertiefung: Nextcloud statt OneDrive, Open-Source-Stack, M365-Backup und die Seiten Open Source & souveräne Cloud sowie Microsoft 365.
Hybrid ist keine Schwäche — es ist Realität. Wir helfen, daraus ein planbares System zu machen statt ein Puzzle ohne Bild.